Tipps zur Weihnachtsfeier 2012

Den Betriebsausgabenabzug haben Sie für die Kosten der Feier stets in voller Höhe und unbegrenzt. Das ist nie das Problem. Fallstricke lauern an ganz anderen Stellen:

Lohnsteuer vermeiden: Die Teilnahme an der Weihnachtsfeier kostet Ihre Mitarbeiter keine Lohnsteuer, wenn die Kosten je Arbeitnehmer maximal 110 Euro betragen. Wohlgemerkt: Je Arbeitnehmer, nicht je Teilnehmer. Wenn also Arbeit­nehmer Angehörige mitbringen, müssen Sie erst die Kosten je Teilnehmer ausrechnen, dann jedem Arbeitnehmer die von ihm gebrachten Gäste zurechnen und dann die 110-Euro-Grenze prüfen.

110 Euro überschritten? Halb so schlimm! Es gibt die Möglichkeit, teure Weihnachtsfeiern mit 25 Prozent pauschal zu versteuern, wodurch auch Sozialversicherungsfreiheit eintritt. Das Gleiche ist dann notwendig, wenn zwar die 110 Euro je Arbeitnehmer eingehalten werden, aber es im Jahr 2012 insgesamt mehr als zwei Betriebsveranstaltungen gab. Steuerfrei sind nämlich maximal zwei pro Jahr möglich. Tipp: Für die Lohnsteuerpauschalierung sucht man sich nicht unbedingt die letzte, sondern stets die billigste Feier aus.

Mehrtägige Weihnachtsfeiern: Angenommen, Sie fahren mit Ihren Mitarbeitern über Nacht auf eine Skihütte o. ä., dann ist auch das lohnsteuerfrei, sofern Sie die 110-Euro-Grenze einhalten. (R 19.5 Abs. 3 Satz 2 LStR)

Kleine Geschenke auf der Weihnachtsfeier: Geschenke bis 40 Euro brutto werden in die 110-Euro-Grenze eingerechnet und bleiben somit lohnsteuerfrei, sofern insgesamt die 110 Euro eingehalten werden.

Teure Geschenke auf der Weihnachtsfeier: Geschenke über 40 Euro müssen Sie stets pauschal versteuern, dafür zählen sie aber bei der 110-Euro-Grenze nicht mit.

Weihnachtsgeschenke außerhalb der Weihnachtsfeier: Solche Weihnachtsgeschenke sind stets in voller Höhe lohnsteuer- und sozialver­sicherungspflichtig. Nur bei „Geschenken anlässlich einer Betriebsveranstaltung“ gibt es die Möglichkeit, die Lohnsteuer zu pauschalieren.

Goldmünzen als Weihnachtsgeschenk auf der Weihnachtsfeier?
Die steuer­günstigen Vorschriften gelten nur für Sachgeschenke. Man könnte zwar trefflich drüber streiten, ob eine Goldmünze eine Sache oder Geld ist, Finanz­ämter und Sozialversicherungsträger sehen Goldmünzen jedoch definitiv als „Geld“ an. Fazit: Keine Steuerfreiheit und keine Pauschalsteuer möglich.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Pasing

Wichtige Grenzbeträge im Steuerrecht

Grenzbeträge sind im Steuerrecht oft sehr wichtig und werden häufig durchein­andergebracht. Diese sollten Sie kennen:

Zehn Euro netto: Geschenke bis 10,00 Euro netto gelten als Streuwerbe­­artikel. Folge: Sie sind beim Empfänger nicht steuerpflichtig und man muss die Namen der Empfänger nicht notieren.

35 Euro netto: Diese Netto-Freigrenze gilt für Geschenke an Geschäftspartner. Geschenke dürfen höchstens bis zu dieser Grenze pro Kopf und Jahr als Betriebsausgabe abgezogen werden. Ein Cent darüber, und das Geschenk ist nicht abzugsfähig. Verpackungs- und Versandkosten erhöhen die Bemessungsgrundlage nicht. Vorsicht: Geschenke sind beim Empfänger steuerpflichtig! (ausgenommen Streuwerbeartikel bis zehn Euro; s. o.).

40 Euro brutto: Diese Grenze gilt für Geschenke an Mitarbeiter aus persönlichem Anlass (Geburtstag, Verlobung, usw.) und kann pro Jahr mehrfach genutzt werden. Ebenso muss diese Betragsgrenze zur Lohnsteuerfreiheit eingehalten werden bei Bewirtungen von Arbeitnehmern aus betrieblicher Veranlassung (zum Beispiel, um schnellere Weiterarbeit nach dem Essen zu gewährleisten).

44 Euro brutto: Diese Bruttofreigrenze gilt für steuerfreie Sachbezüge. Jeder Mitarbeiter kann im Monat maximal steuerfreie Sachbezüge (zum Beispiel Benzingutschein, Warengutschein) bis 44 Euro brutto erhalten. Ein Cent mehr und alles ist steuerpflichtig. 50 Euro: Seit 2004 veraltete Freigrenze.

72/75/80 D-Mark: Veraltete Grenzbeträge für Geschenke, die manche alten Buchhaltungshasen nur schwer aus dem Unterbewusstsein verdrängen können.

110 Euro brutto: Das ist die Bruttofreigrenze der maximalen Kosten je Arbeitnehmer bei Betriebsveranstaltungen (Weihnachtsfeier, Betriebsausflug usw.), bis zu der keine Lohnsteuer anfällt.

150 Euro netto: Das ist die Grenze für das geringwertige Wirtschaftsgut (GWG), wenn man die so genannte „Poolbewertung“ (von 150,01 bis 1.000,00 Euro netto) nutzen will.

150 Euro brutto: Für den Vorsteuer­abzug sind bei Rechnungen bis 150 Euro brutto (Kleinbetragsgrenze) folgende Angaben entbehrlich: Nettobetrag, Mehrwertsteuerbetrag in Euro und Cent, Rechnungsempfänger, Rechnungs- und Steuernummer. Sehr wohl müssen aber vorhanden sein: Vollständiger Name und Adresse des Rechnungsausstellers, Ausstellungsdatum, Bezeichnung der gelieferten Gegenstände und der Steuersatz (z. B. „19 % USt.“).

400 Euro brutto wie netto: Das ist die Obergrenze für den Monatslohn eines Minijobbers. Der vom Bundestag beschlossenen Anhebung auf 450 Euro muss der Bundesrat noch zustimmen.

410 Euro netto: Die alte und seit 2010 wahlweise wieder anwendbare Grenze für das geringwertige Wirtschaftsgut.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Pasing

Was Sie bei steuerfreier Handyüberlassung beachten sollten

Die Überlassung eines betrieblichen Handys an einen Arbeitnehmer ist steuerfrei inklusive der übernommenen Mobilfunkgebühren. Das gilt auch dann, wenn der Mitarbeiter das Handy ausschließlich privat nutzt. (§ 3 Nr. 45 EStG)

Achtung: Die reine Umschreibung des Mobilfunkvertrags des Mitarbeiters auf Ihr Unternehmen reicht dafür aber nicht aus. Denn dann haben Sie immer noch kein „betriebliches Telekommunikationsgerät“, wie es das Gesetz fordert. Der Mitarbeiter muss Ihnen also ausdrücklich sein Handy verkaufen oder schenken, damit Sie es ihm als „betrieblich“ überlassen können. Oder Sie schaffen gleich ein neues an.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Pasing

Ab sofort sind Rechnungen per E-Mail absolut problemlos

Rechnungen können schon seit 1. Juli 2011 auch per E-Mail verschickt werden. Für Unsicherheit sorgte bisher die Bestimmung im Gesetz, der Unternehmer müsse ein „innerbetriebliches Kontrollverfahren“ (Im Folgenden: IKV) zur Rechnungsprüfung einrichten. Damit war die Befürchtung verbunden, dass bei einem fehlenden IKV das Finanzamt womöglich den Vorsteuer¬abzug aus E-Mail-Rechnungen streichen könnte.

Das hat das Bundesfinanzministerium unbürokratisch aus der Welt geräumt: Das IKV ist lediglich eine Form der Rechnungseingangsprüfung, die wahrscheinlich jedes Unternehmen sowieso im Einsatz hat. Denn jeder wird wohl prüfen, ob er die auf der Rechnung ausgewiesene Leistung tatsächlich erhalten hat und ob dem Rechnungsaussteller dadurch ein Anspruch auf Überweisung zusteht.

Es gibt keine Vorschriften, wie dieses IKV auszusehen hat. Selbst wenn Zweifel bestehen, ob die Rechnung überhaupt irgendwie kontrolliert wurde, bleibt trotzdem der Vorsteuerabzug bestehen. Das IKV unterliegt auch keiner besonderen Dokumentationspflicht. Die Befürchtung, ein Betriebs¬prüfer könnte sagen: „Zeigen Sie mir doch erst mal Ihr IKV-System“, sind also hinfällig. (BMF, 02.07.12, BStBl. I 12, 726)

Übertragungsformat ist egal: Bisher war vermutet worden, dass eine Word-Datei nicht ausreicht als elektronische Rechnung, weil jede Word-Datei nachträglich verändert werden kann. Aber siehe da: Jedes Format ist zulässig, sofern der Rechnungsempfänger keine Einwände hat.

Umsatzsteuer-Haftung für doppelt ausgestellte Rechnungen: Hier war befürchtet worden, dass es zu einer Haftung kommt, wenn eine E-Mail mehrfach versandt wird. Das ist zum Glück nicht so. Ein Problem hat der Rechnungsaussteller – wie bei Papier-Rechnungen – nur dann, wenn er eine einmal versandte Rechnung verändert und dann mit der gleichen Rechnungsnummer noch einmal verschickt, ohne die vorige Rechnung zu stornieren. Dann sollte man für die neue Rechnung eine neue Nummer verwenden. (§ 14 c UStG)

Fazit: Es gibt jetzt also keinen Grund mehr, sich vor Rechnungen per E-Mail zu fürchten und dieses System nicht anzuwenden, mit dem man Papier, Arbeit und Porto sparen kann.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Pasing

Dienstwagensteuer auf dem Prüfstand: lieber nichts ändern

Rabatte werden bei der Ein-Prozent-Regelung für die private Dienstwagennutzung nicht berücksichtigt. Dies und die Tatsache, dass vor allem bei Gebrauchtwagen der steuerpflichtige „geldwerte Vorteil“ viel zu hoch sei, wird immer wider bemängelt. Nun wird sich erstmals der Bundesfinanzhof, das oberste deutsche Steuergericht, mit dem Thema beschäftigen (Az VI R 51/11).
Zuvor hatte allerdings schon das Finanzgericht Niedersachsen erklärt, dass es trotz allerlei systematischer Mängel bei der Ein-Prozent-Regel das gute Recht des Gesetz¬gebers sei, vieles über einen Kamm zu scheren. Der Gesetzgeber sei nicht verpflichtet, die gesetzliche Regelung zu ändern. Selbst dann nicht, wenn kaum ein Auto noch zum offiziellen Bruttolistenneupreis verkauft werde.

Mein Rat: Auch wenn einige „Steuer-Revolverblätter“ dazu raten, nun kategorisch bei allen Mitarbeitern und beim Chef selber die Bemessungsgrundlage für die Ein-Prozent-Regelung gleich einmal um 20 Prozent zu reduzieren, so rate ich dringend davon ab. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Bundesfinanzhof die Sache ähnlich sehen und keinen Änderungsbedarf bei dieser Regelung finden.

Risiko: Wer nun vorprescht und auf eigene Faust die Ein-Prozent-Regel niedriger ansetzt, wird im Zweifel selber für Nachzahlungen haften müssen. Wenn sich einer Ihrer Arbeitnehmer gegen die Ein-Prozent-Regel wehren will, kann er ja Einspruch gegen seinen privaten Einkommensteuerbescheid einlegen.
Fazit: Viel Lärm um nichts, die Ein-Prozent-Regel wird wahrscheinlich unverändert so fortbestehen bleiben.

Herzliche Grüße
Dipl. -Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für Pasing

Smartphone – attraktives Goody oder üble Steuerfalle?

Smartphones sind gerade für junge Leute heutzutage geradezu unverzivhtbar. Also ein cleverer Ansatz für Firmenchefs, fleißige Mitarbeiter mit wenig Abgabenbelastung zu motivieren. Grundsätzlich hat man zwei Möglich¬keiten: Verleihen oder verschenken – was ist besser?

Vorteile beim Verleihen des Smartphones:

1. Ihr Betrieb hat den vollen Vorsteuerabzug.
2. Es fällt keine Lohnsteuer auf die Überlassung an.
3. Sie können auch noch – wenn Sie wollen – die Mobilfunkrechnung bezahlen. Ein weiterer steuerfreier Vorteil für den Mitarbeiter.

Was ist, wenn der Mitarbeiter das Gerät geschenkt haben will? Dann müssen Sie den Vorsteuerabzug im Endergebnis wieder rückgängig machen und auf den Bruttowert 25 Prozent Pauschalsteuer abführen. (§ 40 Abs. 2 Nr. 5 EStG)

Hinweis für Ihr Lohnbüro: Laut Lohnsteuerrichtlinien gilt als „PC“ jedes internetfähige Gerät, denn dort heißt es: „Telekommunikationsgeräte, die (…) nicht für die Internetnutzung verwendet werden können, sind von der Pauschalierung ausgeschlossen.“ (R 40.2 Absatz 5 Satz 4 LStR). Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Telekommunikationsgeräte, die (…) für die Internetnutzung verwendet werden können, von der Pauschalierung nicht ausgeschlossen sind.

Nachteil beim Verschenken: Im Ergebnis kein Vorsteuerabzug und zusätzlich auch noch 25 Prozent Pauschalsteuer.

Vorteil (je nachdem, wie man es sieht): Sie haben nichts mehr mit den Mobilfunkrechnungen zu tun.

Nachteil (je nachdem, wie man es sieht):
Die Möglichkeit als zusätzliches „Goody“ auch noch die monatliche Rechnung steuerfrei zu bezahlen, entfällt. Denn die Steuerfreiheit tritt nur ein, falls ein „betriebliches“ Gerät überlassen wird. Ein Gerät, das Sie dem Mitarbeiter geschenkt haben, ist aber sein privates und kein „betriebliches“ Gerät mehr. Sie können dann die Mobilfunkrechnung nicht mehr steuerfrei übernehmen.

Ihr Steuerberater für Puchheim,
Alfred Gesierich

Was Sie bei kurzfristigen Beschäftigungen beachten sollten

Wenn jemand „nicht berufsmäßig“ maximal 50 Arbeitstage arbeitet, ist diese Beschäftigung sozialversicherungsfrei. Hier gelten jedoch zahlreiche Besonderheiten.
Beschäftigung über den Jahreswechsel: Eine getrennte Betrachtung von Kalenderjahren findet nicht statt. Beispiel: Eine Hausfrau arbeitet (von vornherein befristet) vom 15. November 2012 bis zum 15. Februar 2013 als Kellnerin. Obwohl sie sowohl in 2012, als auch in 2013 die Zweimonatsgrenze unterschreitet, liegt keine kurzfristige Beschäftigung vor.

Prüfung der Berufsmäßigkeit: Die kurzfristige Beschäftigung ist nur dann sozialversicherungsfrei, wenn sie „nicht berufsmäßig“ ausgeübt wird. Unter diesen Begriff fallen in aller Regel Hausfrauen, Rentner, Schüler und Studenten. Nicht jedoch Arbeitslose. Normale Arbeitnehmer können in einem nur gelegentlich ausgeübten Nebenjob durchaus „nicht berufsmäßig“ beschäftigt sein.

Beispiel: Ein vollzeitbeschäftigter Verkäufer arbeitet im Juli und August (Tätigkeit von vorn herein befristet) nebenberuflich abends sowie Samstag/ Sonntag in einem Biergarten und verdient dort ca. 1.500 Euro im Monat. Ergebnis: Nicht berufsmäßig, daher sozialversicherungsfrei.

Zwei Monate oder 50 Arbeitstage? Der Zweimonatszeitraum ist maßgeblich, wenn mindestens fünf Tage pro Woche gearbeitet werden, wird weniger als fünf Tage pro Woche gearbeitet, müssen die 50 Tage zusammengerechnet werden.
Maximal ein Jahr Befristung möglich: Die 50 Tage können auf ein ganzes Jahr verteilt werden, um so Sozialversicherungsfreiheit zu erreichen. Beispiel: Eine Hausfrau arbeitet jeden Samstag (außer Ostern und Pfingsten) in einem Gasthaus, also 50 Tage im Jahr. Vorsicht: Wenn diese Beschäftigung sich über einen längeren Zeitraum ständig wiederholen soll, wird sie regelmäßig ausgeübt und ist sozialversicherungspflichtig. Nur wenn sie von vorn herein auf (maximal) ein Jahr befristet ist und anschließend auch nicht verlängert wird, ist das als kurzfristige sozialversicherungsfreie Beschäftigung möglich.

Wechsel von Minijob zu kurzfristiger Beschäftigung und zurück? Hier gehen die Sozialversicherungsträger (widerlegbar) davon aus, dass es sich um die Fortsetzung einer Dauerbeschäftigung handelt mit der Folge, dass die 400-Euro-Grenze überschritten wird und Sozialversicherungspflicht eintritt.

Beispiel: Studentin Susi arbeitet während des Semesters auf 400-Euro-Basis bei einem Supermarkt und Juli/August Vollzeit. Anschließend wechselt sie wieder in einen Minijob. Es handelt sich um ein einheitliches Beschäftigungsverhältnis mit dem Ergebnis, dass Juli und August die 400-Euro-Grenze überschritten ist und Sozialversicherungspflicht eintritt. Gegenbeispiel: Stefan macht Führungen durch die BMW-Welt auf 400-Euro-Basis und arbeitet Juli/August Vollzeit in der BMW-Fabrik. Ab September macht er wieder seine Führungen auf 400-Euro-Basis. Zwei völlig getrennte Arbeitsverhält¬nisse, so dass die zweimonatige Arbeit in der Fabrik eine kurzfristige sozialversicherungsfreie Beschäftigung ist.

Herzliche Grüße,
Dipl.-Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für München-Pasing

Reichen PDF-Bankkontoauszüge für Ihre Buchhaltung?

Rechnungen per PDF sind seit Juli 2011 „erlaubt“ – wie sieht es aber mit Kontoauszügen als PDF-Datei aus? Die Finanzverwaltung ist hier (immer noch) der Meinung, dass das Herunterladen und Abspeichern von PDF-Auszügen nicht ausreichend ist im Sinne der „Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung“ (Bayerisches Landesamt für Steuern, 28.07.10, Az. S 0317.1.1 – 3/1 St 42).

Angeblich soll bei PDF-Dateien „eine leichte und nicht mehr vollziehbare Änderung des Inhaltes möglich“ sein. Ob das stimmt, lassen wir einmal dahingestellt.

Drei Strategien, um Ärger mit dem Finanzamt zu vermeiden:

1. Sie verlangen von Ihrer Bank weiterhin Papierkontoauszüge oder

2. Sie verlangen digital signierte elektronische Kontoauszüge oder

3. Sie lassen sich von der Bank garantieren, dass sie während der gesamten zehnjährigen Aufbewahrungsfrist auf Wunsch jederzeit „echte“ Papier-Kontoauszüge bereitstellen kann. In diesem Fall reichen Ihnen dann doch ganz normale PDF-Kontoauszüge – bis ein Betriebsprüfer etwas anderes verlangt (was unserer Erfahrung nach eher selten vorkommt).

Herzliche Grüße,
Dipl.-Kfm. Alfred Gesierich
Steuerberater für München-Pasing